Fotowettbewerb zum Düngekalk-Einsatz

Pressemitteilung vom 24. Juni 2021

Zum Fotowettbewerb der DHG ab dem 01.07.2021

Köln, 24.06.2021 Die Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e.V. veranstaltet vom 01.07.2021 bis zum 30.09.2021 einen Fotowettbewerb und sucht die schönsten Fotos/Videos zum Thema „Düngekalk-Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft“.

Dieser Fotowettbewerb soll dazu beitragen, die Kalkdüngung in der Landwirtschaft, im Obst- und Gemüseanbau sowie im Garten oder Wald bewusster wahrzunehmen und eindrucksvolle, spezielle Momente in Bildern oder Kurzfilmen festzuhalten. Die Motive können frei gewählt werden und aus den vorgenannten Bereichen stammen, soweit sie mit dem Thema in Verbindung stehen. Die Gewinner-Fotos werden auf der DHG-Website www.naturkalk.de veröffentlicht.

Düngekalk wird in der Landwirtschaft, im Garten, im Obst-, Gemüse- und Weinbau schon seit langer Zeit eingesetzt, um damit – bei Bedarf – den pH-Wert und die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Auch sehr stark versauerte Waldböden werden in Deutschland seit etwa 40 Jahren gekalkt, um die Vitalität der Bäume zu verbessern.

Die besten Bilder/Videos werden mit Preisen honoriert:

In der Kategorie Foto gibt es folgende Preise zu gewinnen:

  • der 1. Platz erhält 1.500,- €
  • der 2. Platz erhält 1.000,- €
  • der 3. Platz erhält 500,- €

In der Kategorie Video gibt es folgende Preise zu gewinnen:

  • der 1. Platz erhält 1.000,- €
  • der 2. Platz erhält 500,- €
  • der 3. Platz erhält 300,- €

Teilnahme

Fotos und/oder Kurzfilme (max. 3 Minuten) können unter folgendem Link eingesendet bzw. gespeichert werden: https://kalkduenger.hc-apps.de/

Einzelheiten zu den Teilnahmebedingungen sind am unteren Rand der Website verlinkt.
Die DHG wünscht allen Teilnehmern viel Vergnügen beim Fotografieren und viel Erfolg bei der Teilnahme am Fotowettbewerb.

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Kalk hilft Regenwürmern – besonders im sauren Waldboden

Pressemitteilung vom  8. Februar 2021

Zum „Tag des Regenwurms“ am 15.02.2021

Wenn viele Regenwürmer im Boden sind, ist dies ein Zeichen für dessen Gesundheit. Der Tag des Regenwurms am 15.02. soll auf die Bedeutung der Regenwürmer, der Bodenbiologie und des Bodens im Allgemeinen aufmerksam machen. Da die meisten Regenwurmarten pH-Werte zwischen 6,0 und 7,0 im Boden bevorzugen, ist eine starke Bodenversauerung – wie sie oft in Waldböden vorkommt – negativ für ihre Vermehrung und Lebensbedingungen. Deshalb hilft eine Kalkung den Regenwürmern bei sauren Böden.

Köln, 08.02.2021.  Am Tag des Regenwurms, am 15. Februar 2021, soll auf die Bedeutung der Regenwürmer für die Bodengesundheit aufmerksam gemacht werden. Wenn viele Regenwürmer im Boden vorkommen, ist dies ein Zeichen für gute Bedingungen und ein gesundes Erdreich. Sehr wichtig für Regenwürmer sind ein lockerer Boden, genügend Futter (abgestorbenes Pflanzenmaterial) und auch ein günstiger pH-Wert, der bestenfalls zwischen 6,0 und 7,0 liegt.
In vielen Waldböden, die sehr stark versauert sind (mit pH-Werten kleiner 4,2), können die meisten Regenwurmarten (z.B. der Tauwurm Lumbricus terrestris als „gewöhnlicher Regenwurm“ oder der Rote Waldregenwurm Lumbricus rubellus) und auch andere Mikroorganismen nicht mehr gut leben. Dadurch wird die Zerkleinerung und Mineralisierung abgestorbener Blätter und Nadeln stark gemindert, so dass sich auf stark saurem Mineralboden oft eine Schicht von wenig zersetztem organischen Material bildet (Humusform Moder).

In der Landwirtschaft (Acker- und Grünlandböden) werden die Böden üblich regelmäßig gekalkt, um die pH-Werte – bodenartspezifisch – in einem günstigen, fruchtbaren Bereich zwischen 5,5 und 7,5 zu behalten (siehe hierzu VDLUFA-Standpunkt „Kalkbedarf von Acker- und Grünlandböden“). Denn in diesem pH-Bereich wachsen die meisten Pflanzenarten – auch Bäume – am besten.  Auch für Regenwürmer und die meisten Bodenlebewesen sind pH-Werte zwischen 5,5 und 7,5 im Boden vorteilhaft. Für Regenwürmer und das Wurzelwachstum kommt es dabei besonders auf den Gehalt von Calcium (Ca) und Aluminium (Al) in der Bodenlösung und an den Nährstoffsorptionsstellen an. Sinkt der pH-Wert im Boden unter 5,0, so sinkt die Calciumkonzentration in der Bodenlösung und die schädliche, lösliche Aluminiumkonzentration steigt.

Bei sehr stark versauerten Waldböden (pH-Wert kleiner 4,2) sind Bodenschutzkalkungen sehr sinnvoll und ratsam. Um allerdings eine spürbare Stabilisierung solcher Waldökosysteme zu erreichen und wieder mehr Regenwürmer in diese Waldböden zu bekommen, ist der pH-Wert nachhaltig über den kritischen Wert von 4,2 anzuheben. Dazu sind häufig mehrfache Bodenschutzkalkungen erforderlich. Dies sollte von Waldeigentümern, Förstern und Jedem bedacht werden, wenn über Boden, Bodengesundheit, Regenwürmer oder Bodenschutzkalkung gesprochen oder nachgedacht wird.

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Waldsterben 2.0: Kalkungsbedarf so dringend wie nie zuvor

Pressemitteilung vom 10. Dezember 2020

Waldzustandsberichte 2020 erschienen

Die ersten Waldzustandsberichte 2020 liegen für sechs Bundesländer vor. Sie zeigen, dass es dem deutschen Wald immer schlechter geht. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Mindestens 16 Prozent aller Waldböden sind derart versauert, dass sie ohne aktive Sanierung durch die Forstwirtschaft längerfristig nicht regenerieren können. Auf diesen Flächen können nur noch konsequente und mehrmalige Waldkalkungen helfen.

Köln, 10. Dez. 2020. Die ersten Waldzustandsberichte (WZB) für 2020 sind für sechs Bundesländer (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt) erschienen. Sie zeigen alle, dass der deutsche Wald in einer noch größeren Krise steckt als während der Zeit des „Waldsterbens“ in den 1970er-/80er-Jahren. Über 285.000 Hektar Wald sind in den letzten drei Jahren abgestorben. Das Zusammenwirken der sehr starken Bodenversauerung durch frühere Versauerungen und noch immer vorhandenen sauren Regen einerseits und den Auswirkungen des Klimawandels wie Trockenheit, Borkenkäferbefall, Waldbrände und extreme Witterungsereignisse andererseits setzen allen Baumarten in dramatischer Weise zu.
Zwei der wichtigsten Indikatoren für den Gesundheitszustand der Bäume, die Dichte der Kronen und der Blatt- bzw. Nadelverlust, haben sich noch einmal deutlich verschlechtert. Der Anteil der Bäume mit deutlicher Kronenverlichtung hat beispielsweise in NRW seit den letzten WZB von 42 auf 44 Prozent zugenommen und damit den höchsten Wert seit 1984, den Beginn der Erhebungen, erreicht.

Kranke Böden = kranke Wälder


Für den schlechten Zustand unserer Wälder ist an vielen Standorten die sehr starke Bodenversauerung mitverantwortlich. Da der Wald wie ein riesiger Filter wirkt, hat er die Säuren und andere Schadstoffe aus der Luft herausgefiltert. Das ist generell gut für die Luftreinheit, aber gleichzeitig verschlechtert der Wald dabei die eigenen Lebensbedingungen, da die Säuren die Waldböden versauern. Dadurch werden die Feinwurzeln der Bäume geschädigt und damit die Wasser- und Nährstoffaufnahme gehemmt. Dies führt dazu, dass viele Bäume, insbesondere Fichte und Kiefer, (noch) flacher wurzeln als ohnehin schon und ihre Wurzeln nicht mehr den gesamten Wurzelraum ausfüllen. Dem Klimawandel sind die Waldbäume dann umso mehr ausgeliefert, denn ihre Sensitivität gegenüber Trockenheit ist viel größer, wenn sie schon krank sind.

Waldkalkung optimales Sanierungsinstrument

Die Waldböden sind in vielen Regionen bereits so sauer, dass sie sich nicht mehr von selbst regenerieren können. Der Mensch muss dann eingreifen, um die Bäume klimastabil zu erhalten. Ein besonders bewährtes Instrument für eine aktive Verbesserung der pH-Werte ist die Waldkalkung. Vornehmlich wird Magnesiumkalk mittels Hubschraubern oder Verblasegeräten über den sehr stark versauerten Waldböden verteilt. Wie wichtig die Kalkung für geschädigte Waldböden tatsächlich ist, zeigt eine aktuelle Studie der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (Energieholzernte und stoffliche Nachhaltigkeit, EnNa). Sie errechnete einen Bedarf für Kalkung auf bundesweit 1,8 Mio. Hektar Waldfläche. Pro Jahr müssten rund 124.000 Hektar Fläche bearbeitet werden, und zwar mit mindestens 5 Tonnen Kalk pro Hektar. Die Studie empfiehlt 2-3 Kalkungen über eine Laufzeit von 20 bis 30 Jahren in allen geschädigten Gebieten. Damit bleiben die Forscher sogar noch unter den Schätzungen des Bodenzustandsberichts 2, der sogar eine doppelt so große Fläche mit Kalkungsbedarf feststellte.

Bodenschutzkalkung muss höhere Priorität bekommen

Der Kalkungsbedarf ist von der Forstwirtschaft vielerorts zwar erkannt worden. Aber bei der Umsetzung stockt es in mehreren Bundesländern seit Jahren. Beispiel Baden-Württemberg: Von den 2010 geplanten bedürftigen 210.000 Hektar Wald wurden bis heute nur ca. 65 Prozent gekalkt. Vor allem lag es an verwaltungstechnischen Problemen. Denn der administrative Aufwand bei Privat- und Kommunalwäldern ist sehr hoch.  Auch in Rheinland-Pfalz wird seit einigen Jahren kaum im Wald gekalkt, obwohl ein fundiertes wissenschaftliches Konzept dies für sinnvoll erachtet. Nach Ansicht der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) benötigen die geschädigten Waldböden schnelle Hilfe, damit nicht noch mehr Wälder absterben. Weiteren Aufschub könne sich kein Bundesland mehr leisten. Dem deutschen Wald gehe es bereits heute viel zu schlecht dafür.

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Gesunde Böden brauchen eine hohe Biodiversität und günstige pH-Werte

Pressemitteilung vom  1. Dezember 2020

Zum Weltbodentag am 05.12.20

Eine hohe Biodiversität und Bioaktivität im Boden ist ein Indiz für dessen Gesundheit. Der Weltbodentag macht am 5. Dezember darauf aufmerksam, dass die Boden-Biodiversität teilweise gefährdet ist. Regenwürmer, Bakterien und weitere Bodenlebewesen haben insbesondere bei einer sehr starken Versauerung oder Verdichtung der Böden ungünstige Lebensbedingungen. Sie bevorzugen pH-Werte zwischen 6,0 und 7,0 im Boden, finden diese aber zunehmend weniger vor.

Köln, 01.12.2020.  Am Weltbodentag, am 5. Dezember soll auf die Bedeutung der Bodengesundheit und der Bodenbiodiversität aufmerksam gemacht werden. Denn eine intakte Bodenbiologie und -biodiversität ist für ein gesundes Ökosystem und die Bodenfruchtbarkeit wichtig. Großen Einfluss darauf hat auch ein günstiger pH-Wert, der bestenfalls zwischen 6,0 und 7,0 liegt.

Die Verschlechterung der Bodenqualität und die Bodenversauerung schreiten oft schleichend voran und haben selten unmittelbare dramatische Auswirkungen. Dies gilt für verschiedene Bodengefährdungen wie Bodenerosion, Bodenverdichtung und auch für die Bodenversauerung, deren Auswirkungen oft unterschätzt werden.

Aufgrund der Bedeutung der Böden für die Menschen und auch für die Ökosysteme möchte die Europäische Kommission mit einer neuen Initiative (EU Soil Strategy) in den kommenden Jahren den Bodenschutz in Europa fördern und regeln. Die Themen Boden, Bodenfruchtbarkeit und auch Bodenbiodiversität sollen stärker als bislang in das Bewusstsein vieler Menschen gelangen. Und die verschiedenen Bodengefährdungen wie Erosion, Verdichtung, Versiegelung und auch Versauerung sollen in der Europäischen Union vermindert werden. Deshalb soll jeder, der Böden bearbeitet, auf deren Schutz achten.

Sowohl in der Landwirtschaft (Acker- und Grünlandböden) und erst recht in der Forstwirtschaft (Waldböden) sind viele Böden so stark versauert, dass die natürlichen Bodenfunktionen, die Bodenfruchtbarkeit und auch die Biodiversität im Boden beeinträchtigt sind.

Auf stark versauerungsgefährdeten Waldböden werden in Deutschland schon seit ca. 30 Jahren Bodenschutzkalkungen vorgenommen. Denn eine Stabilisierung sehr stark versauerter Waldökosysteme ist nur durch mehrfache Bodenschutzkalkungen erreichbar. Ergebnisse der BZE II (Wellbrock, 2016) bestätigen die positiven Wirkungen der Waldkalkung.

„Der Umfang der Waldkalkung hat in den letzten zehn Jahren allerdings stark abgenommen und reicht bei dem aktuellen Niveau bei weitem nicht aus, um die Bodenwerte auf ein vorindustrielles Niveau zurückzusetzen“, bemängelt Experte Dr. Reinhard Müller, Herausgeber des Fachportals www.waldkalkung.com

Böden, die nicht genügend Säureneutralisationsvermögen aufweisen, versauern immer stärker. Die führt nicht nur zu einer Minderung der Artenvielfalt im Boden sondern beeinträchtigt auch die Durchwurzelung der Bäume. Der Wald wird geschwächt und erkrankt. Für basenarme Standorte sind Bodenschutzkalkungen deshalb ein probates Mittel, um für das Bodenleben und die Pflanzen wieder günstige pH-Werte zu erreichen.

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Neuer Waldkalkungsleitfaden für Sachsen überzeugt

Pressemitteilung vom 23. Juli 2020

Leitfaden zur Waldkalkung erschienen

Sachsen hat über 40 Jahre Erfahrung mit der Bodenschutzkalkung; vornehmlich im Erzgebirge. Diese Erfahrungen werden in dem kürzlich neu herausgegebenen Leitfaden zur Bodenschutzkalkung in Verbindung mit interessanten Zusammenhängen und Hintergründen verständlich und anschaulich dokumentiert. Die sachliche Analyse belegt den Nutzen der Waldkalkung.

Köln, 23.7.2020. Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat aufgrund eigener langjähriger, praktischer und wissenschaftlicher Erfahrungen im Juli 2020 den Leitfaden zur Forstlichen Bodenschutzkalkung in Sachsen neu aufgelegt. Damit wird das seit 1979 in Deutschland erarbeitete Wissen zu diesem Thema mit konkreten Messreihen und Versuchsergebnissen aus Sachsen anschaulich und klar zusammengefasst. Ergebnisse der BZE II (Bodenzustandserhebung Waldböden) aus Sachsen und viele eigene Forschungsergebnisse belegen die verschiedenen positiven Wirkungen der Bodenschutzkalkung. Sowohl Bodenchemie, Biodiversität als auch die Wasserchemie werden moderat und nachhaltig positiv beeinflusst.

Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen sind auch die geschichtlichen Zusammenhänge und Hintergründe interessant. Sie erklären, wie es zu der immissionsbedingten Schadsituation, deren Behebung und zum Umweltmonitoring seit den 1970er Jahren kam

Aufgrund der langjährigen positiven Erfahrungen wird der Bodenschutzkalkung – neben dem kontinuierlich erfolgenden Waldumbau – eine Schlüsselrolle bei der nachhaltigen Sicherung der Multifunktionalität der Waldökosysteme zugesprochen. Daher ist davon auszugehen, dass der Staatsbetrieb Sachsenforst die Bodenschutzkalkung weiterhin als Baustein einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung ansieht und einsetzt.

Die vorliegenden Erkenntnisse sind auch auf andere vergleichbare Standortbedingungen übertragbar. Dementsprechend haben Bodenschutzkalkungen das Potenzial, in vielen Gebieten zur Erhaltung der Wälder und der Bodenfunktionen bedarfsgerecht beizutragen. Der neue Leitfaden ist hier frei erhältlich.

Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzproduktion mit Bodenschutzkalkung unterstützen

Pressemitteilung vom  9. März 2020

Zum Internationalen Tag des Waldes

Gesunde Bäume und Wälder erfordern günstige Boden- und Wachstumsverhältnisse. Wenn die Böden zu wenig Wasser oder Nährstoffe bieten oder zu stark versauert sind, sind Bäume stressanfällig und gefährdet wie die Jahre 2018 und 2019 zeigten. Bei sehr stark versauerten Böden verbessert eine Bodenschutzkalkung die Wachstumsbedingungen und Klimawandelresilienz der Bäume.

Köln, 09.03.2020. Anlässlich des Internationalen Tages des Waldes appelliert die Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) an alle Verantwortlichen im deutschen Forstsektor, die Bedeutung und den Handlungsbedarf hinsichtlich der Waldbodenversauerung und Waldkalkung ernst zu nehmen und nicht zu vernachlässigen. Denn sie ist bei stark versauerten Waldböden ein sehr wesentlicher, manchmal sogar entscheidender Faktor für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine artenreiche Flora und Fauna.

Das Baumsterben in den beiden Dürrejahren 2018 und 2019 hat eine neue Debatte über Ursachen und Handlungsoptionen ausgelöst. Eine von mehreren Ursachen ist die übermäßige, unzuträgliche Versauerung vieler Waldböden in den letzten Jahrzehnten. Bekanntlich wird bei pH-Werten unter 4,0 (pH-Wert in 0,01 m CaCl) durch Aluminiumtoxizität das Wurzelwachstum eingeschränkt. Dadurch wird nicht nur die Standfestigkeit der Bäume (Sturmwurfanfälligkeit) sondern auch deren räumliche Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit eingeschränkt. Dies kann durch eine hinreichende, mehrfache Bodenschutzkalkung entscheidend verbessert werden, wie viele wissenschaftliche Untersuchungen (u.a. Bodenzustandserhebung BZE II) nachgewiesen haben.

Die Bundesregierung hat auf dem Nationalen Waldgipfel im September 2019 ein Eckpunkte- und Maßnahmenpapier vorgestellt. Darin ist der Erhalt der Wälder in Deutschland, mit ihrer Vielfalt und Leistungsfähigkeit, als Ziel formuliert. Die Wälder sollen nachhaltig und multifunktional bewirtschaftet und an den Klimawandel angepasst werden. Im Interesse künftiger Generationen sollen die Wälder klimaresilienter werden. Natürliche Boden- und Humusentwicklungen in Wäldern sollten weiter gefördert werden. Alle Maßnahmen, die den Wasserhaushalt im Wald erhalten oder stärken, werden als vorteilhaft angesehen.

Unzweifelhaft unterstützen Bodenschutzkalkungen die vorgenannten Zielsetzungen. „Daher gehören sie unbedingt in das Maßnahmenpaket und in eine zukunftsorientierte Waldstrategie“, erklärt DHG-Leiter Dr. Reinhard Müller und fordert: „Bodenschutzkalkungen müssen – trotz vieler anderer aktueller Probleme – wieder verstärkt werden, um auf allen Standorten eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzproduktion zu gewährleisten.“

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Forstexperten diskutieren die Bedeutung der Bodenschutzkalkung im Klimawandel

Pressemitteilung vom 17. Januar 2020

Grüne Woche 2020

Über den Zusammenhang zwischen dem aktuellen Baumsterben 2.0, dem Klimawandel und der Bodenschutzkalkung als hilfreiche Maßnahme zur Verbesserung der Waldböden diskutierten erfahrene Experten am 17. Januar beim Start der Internationalen Grünen Woche 2020.

Berlin, 17.01.2020. Schon kurz nach der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche 2020 (IGW) in Berlin diskutierten der Waldbeauftragte der Bundesregierung Cajus Julius Caesar, der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) Georg Schirmbeck und Dr. Klaus von Wilpert, ehemaliger Leiter der Abteilung Boden und Umwelt in der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Freiburg mit dem Moderator Dr. Reinhard Müller von der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) über die Bedeutung der Bodenschutzkalkung in Zeiten des Klimawandels und im Zusammenhang mit der aktuellen Waldschadensproblematik. Die drei Experten befürworteten einhellig eine kontinuierliche Bodenschutzkalkung auf sehr stark versauerten Waldböden. Dort sei sie weiterhin eine erforderliche Maßnahme, um auch in Zukunft nachhaltige Waldwirtschaft betreiben zu können.

Das in 2018/19 auf über 200.000 Hektar in Deutschland eingesetzte Waldsterben habe wohl in erster Linie mit der außerordentlichen Trockenheit der beiden letzten Jahr zu tun. Aber auch die noch immer sehr starke Versauerung von ca. 40 Prozent der Waldstandorte in Deutschland sei ein gravierender Grund für die Anfälligkeit vieler Bäume. Nur das Zusammenwirken der Vorbelastung der Böden durch Bodenversauerung mit durch den Klimawandel bedingten Extremwetterlagen (Trockenheit) könne die hohe Intensität der aktuellen Schäden erklären, so Dr. von Wilpert.

„Belastbare Forschungsergebnisse haben einerseits den Kalkungsbedarf auf über drei Millionen Hektar Wald und andererseits die positiven Wirkungen der Bodenschutzkalkung im Waldboden nachgewiesen“, fasste Dr. von Wilpert die wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen.

Georg Schirmbeck benannte im Zusammenhang mit dem aktuellen Waldsterben 2.0  die Maßnahmen, die  seitens der Waldeigentümer aber auch seitens der Bundesländer eingeleitet werden müssen, um die erforderliche Bodenschutzkalkung zu verstärken. Der Waldbeauftragte Caesar berichtete über die hohe staatliche Förderung und eigene praktische Erfahrungen. Er plädierte für eine schnelle, pragmatische Umsetzung der Bodenschutzkalkung. Die relevanten Institutionen der Bundesländer sollen pragmatische Lösungen finden, damit die Bodenschutzkalkung tatsächlich bedarfsgerecht im Wald ankommt. Waldkalkung müsse ein Bestandteil einer nachhaltigen Waldbewirtschaftungsstrategie sein.

Aus dem interessierten Publikum wurde auch der Wunsch nach einer hundertprozentigen finanziellen Förderung geäußert. Nur so seien die Waldeigentümer in der aktuellen Krisensituation überhaupt in der Lage, Bodenschutzkalkungen durchführen.

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Reinhold Jost erhält SDW-Waldschutz-Preis 2019

Pressemitteilung vom 29. November 2019

Goldene Tanne 2019

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) verlieh am 27.11.2019 in Berlin den diesjährigen Ehrenpreis für Verdienste um die Zukunftssicherung des Waldes und die Bodenschutzkalkung an Umweltminister Reinhold Jost, Saarland

Berlin, 29. November 2019Der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Dr. Wolfgang von Geldern, ehrte im Rahmen eines Parlamentarischen Abends am 27. November Reinhold Jost, den Umweltminister des Saarlandes, mit der 16. Goldenen Tanne. Der in Kooperation mit der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) verliehene Ehrenpreis würdigt den langjährigen Einsatz des Preisträgers für die Zukunftssicherung des Waldes und die kontinuierliche Bodenschutzkalkung im Saarland.

Von Geldern betonte vor zahlreichen Bundestagsabgeordneten und Ehrengästen die Bedeutung des Engagements von politischen Entscheidern wie Reinhold Jost für den Wald: „Gerade jetzt in der neuen Krise des Waldes in Deutschland durch extreme Trockenheit und außerordentlichen Borkenkäferbefall braucht der Wald besondere Unterstützung. Aber Waldschutz ist auch eine kontinuierliche, dauerhafte Aufgabe. Und dies wurde im waldreichen Saarland schon langjährig vorbildlich praktiziert und von Minister Jost und dem Saarforst Landesbetrieb sehr gut unterstützt.“

Jost bezeichnete den Preis als große Ehre für sein Team und ihn: „Er ist nach der Auszeichnung des NABU für unsere naturnahe Waldbewirtschaftung die zweite bedeutende Anerkennung für unser Bemühen, den Wald auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.“ Ergänzend ging er auch auf die umfassende Bedeutung des Waldes für die Bürger, für die Gesellschaft und für eine intakte Natur ein.

In einem Grußwort appellierte der Vorsitzende der Düngekalk-Hauptgemeinschaft, Peter Kratzer, an alle Anwesenden, dass bei den derzeit anstehenden großen Aufgaben im Wald die bekanntermaßen hilfreiche Bodenschutzkalkung nicht zu kurz kommen dürfe. Denn die Minderung oder Vermeidung einer zu starken Versauerung der Waldböden sei auch aktiver Wald- und Bodenschutz, der zu einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung dazu gehöre.

In einem Fachvortrag erläuterte Dr. Klaus von Wilpert (Abteilungsleiter a. D. der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg) Zusammenhänge zwischen der Versauerung der Waldböden und den aktuellen eklatanten Waldschäden. Er erklärte: „Die alten und andauernden Bodenversauerungen auf versauerungsgefährdeten Standorten bewirken häufig ein reduziertes Wurzelwachstum. Bei der Naturverjüngung wachsen die Wurzeln oft nur im Auflagehumus und kaum in den Mineralboden. Dadurch kann die Naturverjüngung bei anhaltender Trockenheit wie in 2018 und 2019 leicht vertrocknen.“ Er plädierte dafür, die Bodenschutzkalkung als notwendige Maßnahme in der Klimaschutzprävention zu berücksichtigen. Nur so könne der Wald auf den stark versauerten Standorten widerstandsfähig gegen Klimawandel und Trockenheit werden.

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Bodenschutzkalkung – Bestandteil in Strategien für klimafitte Wälder

Pressemitteilung vom 19. September 2019

Forum auf den DLG-Waldtagen

In der Debatte um die nachhaltige Waldwirtschaft im Klimawandel wird auch die Bodenschutzkalkung als eine notwendige, integrative Maßnahme angesehen. Denn längerfristig kann die Waldnutzung nur auf Waldböden erfolgen, die eine hinreichende Nährstoffversorgung und keine übermäßige Versauerung aufweisen. Bei pH-Werten (CaCl) unter 4,0 oder einer Basensättigung unter 20 Prozent sind auf stark versauerungsgefährdeten Waldstandorten die Vitalität der Bäume und auch die nachhaltige Holznutzung gefährdet.

Köln,19.09.2019. Das Thema Bodenschutzkalkung wurde auch bei den DLG-Waldtagen Mitte September in Lichtenau diskutiert. „Insbesondere unter den Aspekten Klimawandel, Biodiversität und Bodenschutz ist die Bodenschutzkalkung weiterhin ein sehr wichtiger Baustein der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Daher sollen hinreichend Fördermittel dafür bereitgestellt und eine kontinuierliche Umsetzung der Bodenschutzkalkung in allen Bundesländern gewährleistet werden“, betont Georg Schirmbeck, der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR).

Unter dem Titel „Bodenschutzkalkung für nachhaltige Waldwirtschaft“ wurden in einem speziellen Forum am 14. September zwei eindrucksvolle, hochwertige Vorträge gehalten: Frau Dr. Heike Puhlmann von der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg referierte über „Nährstoff-nachhaltige Holz- und Biomassenutzung – Möglichkeiten und Grenzen.“ Herr Dr. Norbert Asche vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW informierte über „Bodenschutzkalkung in NRW – Status und Perspektive“. Beide Referenten zeigten Argumente für die Sinnhaftigkeit der Bodenschutzkalkung auf versauerungsgefährdeten Waldstandorten. Die Vorträge sollen auf der DLG-Website verfügbar gemacht werden.

Dr. Reinhard Müller, Geschäftsführer der Düngekalk-Hauptgemeinschaft forderte aufgrund der derzeitigen und mittelfristigen äußerst schwierigen Wirtschaftssituation der Waldeigentümer eine 100 prozentige Förderung der Bodenschutzkalkung in allen Bundesländern. Einige Bundesländer böten dies schon seit Jahren an. „Die Bodenschutzkalkung darf trotz der aktuellen sehr großen Probleme („Waldsterben 2.0“) nicht vernachlässigt werden, sondern muss als integrativer Bestandteil einer Nachhaltigkeitsstrategie sogar verstärkt werden. Denn auf sehr stark versauerten Böden wird die Wiederaufforstung schwierig und Altbestände sind nur wenig stressresistent“, so Müller.

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Informationen zur Bodenschutzkalkung bei DLG-Waldtagen

Pressemitteilung vom  9. August 2019

DLG-Waldtage 2019

Experten der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) informieren vom 13. bis 15. September am Stand C 493 auf den DLG-Waldtagen über die Notwendigkeit der Bodenschutzkalkung als integraler Bestandteil einer neuen umfassenden Waldförderstrategie.

Köln, 09.08.2019. Experten der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) informieren vom 13. bis 15. September auf dem Stand C 493 bei den DLG-Waldtagen in Lichtenau über die positiven Wirkungen und die Notwendigkeit von Bodenschutzkalkungen. Insbesondere unter den Aspekten Klimawandel, Biodiversität und Bodenschutz ist die Bodenschutzkalkung ein sehr wichtiger Baustein der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Viele sehr stark versauerte beziehungsweise stark versauerungsgefährdete Waldböden brauchen eine Bodenschutzkalkung. Nur dadurch können die natürlichen Bodenfunktionen und die Vitalität und Widerstandskraft der Bäume auf solchen Standorten längerfristig verbessert werden. Ergebnisse der Bodenzustandserhebung (BZE II) und viele andere Versuchsergebnisse zeigen die positiven Wirkungen der Bodenschutzkalkung. Der pH-Wert wird langsam angehoben und die Basensättigung sowie die Ca- und Mg-Versorgung der Bäume werden nach und nach verbessert.

Da eine nachhaltige Waldwirtschaft im Klimawandel nur mit gesunden, fruchtbaren Waldböden funktioniert, sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen pH-Werte > 4,0 und eine Basensättigung über 20 Prozent auf stark versauerungsgefährdeten Waldstandorten zu gewährleisten. „Da dies mittels Bodenschutzkalkung zu erreichen ist, muss sie integraler Bestandteil einer neuen umfassenden Waldförderstrategie sein und in der Praxis bedarfsgerecht realisiert werden“, fordert DHG-Leiter Dr. Reinhard Müller. In den letzten Jahren sei diesbezüglich zu wenig getan worden, daher müsse die Bodenschutzkalkung künftig verstärkt eingesetzt werden, um dem Waldsterben 2.0 nachhaltig zu begegnen.

Informationen zu den DLG-Waldtagen 2019 und zum Thema Waldkalkung finden sich unter: www.dlg-waldtage.de.

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