Waldkalkung zwischen Eschede und Unterlüß

Seit dem 5. Oktober 2020 tragen Hubschrauber 2.500 Tonnen Kalk auf 1.000 Hektar Waldfläche der Niedersächsischen Landesforsten in der Revierförsterei Schafstall aus. Für rund zwei Wochen wird bei der Bodenschutzkalkung werktags in den Tageslichtstunden kohlensaurer Magnesiumkalk über den Wäldern zwischen Eschede und Unterlüß verstreut. Schadstoffe, die sich durch sauren Regen im Boden angereichert haben, neutralisiert das Kalkpulver, indem es den pH-Wert des Bodens anhebt.

„Um die Beeinträchtigungen für die Tier- und Pflanzenwelt möglichst gering zu halten, wird erst jetzt zum Ende der Vegetationszeit gekalkt“, berichtet Einsatzleiter Jobst Böttger. Das Kalkpulver ist für Tier und Mensch ungefährlich, dennoch appelliert der Förster an die Spaziergänger: „Wir bitten alle Waldbesucher und besonders die zahlreichen Pilzsucher, diese Waldbereiche zu meiden.“

Die Kalkung erfolgt zielgerichtet und vermeidet eine Befahrung des Waldes. Ortschaften werden großzügig umflogen und Feuchtbiotope sind ebenfalls ausgenommen.

Seit etwa 30 Jahren sind regelmäßige Bodenschutzkalkungen ein anerkanntes Mittel, um betroffene Böden zu revitalisieren und die Wälder zu stabilisieren.

(Quellen: Cellesche Zeitung, Süddeutsche Zeitung)

(Foto: Niedersächsische Landesforsten)