Saarland setzt weiter auf Bodenschutzkalkungen

Luftschadstoffe – vornehmlich Stickoxide aus Industrie, Straßenverkehr und Landwirtschaft –, die über den Niederschlag in den Waldboden gelangen, stellen eine erste Gefahr für das Ökosystem Wald im Ganzen dar. Daran erinnerte der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) am anlässlich des internationalen Weltbodentags am 5. Dezember. Der übermäßige Säureeintrag führt zu einer Versauerung des Bodens. Wurzelschäden und eine erhöhte Anfälligkeit für Witterungsextreme und Schädlingsbefall sind die Folge.

"Um den im Boden befindlichen Säuren zu begegnen und einer weiteren Versauerung des Bodens entgegenzuwirken, setzen wir im saarländischen Wald auf Bodenschutzkalkungen“, betont Jost. Im Zeitraum von 2006 bis 2017 wurde im saarländischen Staatswald eine Fläche von rund 21.000 ha gekalkt. Auch in diesem Jahr wurden die Kalkungen, insbesondere in den Revieren um Bexbach, Neunkirchen, Ottweiler, Tholey und Wustweiler fortgesetzt. „Die Kompensationskalkung stabilisiert nachweislich die Waldökosysteme, verbessert den Ernährungsstatus und damit die Vitalität unserer heimischen Wälder. Quell- und Grundwasser werden besser vor Schwermetall- und Aluminiumeinträgen geschützt. Auch Regenwürmer und andere Bodenlebewesen profitieren“, so der Minister.  

Den Kalkungsmaßnahmen vorausgegangen waren bodenchemische Analysen des Landesamts für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA). Das Begleitmonitoring liefert zuverlässige Aussagen über den aktuellen Bodenzustand und dient der Wirkungskontrolle.

(Quelle: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes)

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