Qualitätssicherung bei Holzascheausbringung definiert

Die Prüfrichtlinie für das neue DLG Qualitätssiegel „Produkte zur Bodenschutzkalkung im Wald“ ist fertiggestellt. „Damit haben die Forstdirektion-Abteilung des Regierungspräsidiums Freiburg, die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt und die DLG e.V. die Grundlage für eine zukunftsorientierte, umfassende und effiziente Qualitätssicherung der in der Waldbodenschutzkalkung eingesetzten Materialien geschaffen. Erstmalig werden die definierten Qualitätsstandards während der gesamten Prozesskette von einer neutralen und externen Stelle überwacht“, sagte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, in Stuttgart.

Durch hohe atmosphärische Säureeinträge seien viele Waldböden stark versauert und an Nährelementen verarmt. "Die Bodenzustandserhebung II hat gezeigt, dass eine gezielte Kalkung dieser Waldflächen die Stabilität der Wälder langfristig verbessert. In Baden-Württemberg werden seit rund zehn Jahren Gemische aus Kalkstein (Dolomit), Holzasche und Wasser für die Bodenschutzkalkung eingesetzt", erklärte Forstminister Hauk. Holzasche werde in den Fällen zugesetzt, wenn Bodenproben einen Mangel an Kalium und Phosphor anzeigen. Dabei ersetzt die Holzasche das bis ins Jahr 2008 bei Kaliummangel verwendete Kaliumsulfat.

„Mit der neuen Prüfrichtlinie ist ein wichtiger Meilenstein in der Qualitätssicherung für die Waldbodenschutzkalkung und für eine mögliche Nährstoffrückführung erreicht. Wir sind davon überzeugt, dass das neue Verfahren zudem den Bearbeitungsaufwand bei den Forstbehörden deutlich reduzieren wird. Ein definiertes und qualitätsgesichertes Produkt vereinfacht die Ausschreibung und die Vergabe“, betonte Minister Hauk. Es schaffe zudem mehr Rechtssicherheit im Rahmen der Förderung von EU, Bund und Land in Bezug auf die geforderte Qualität des eingesetzten Materials.

(Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg)

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