Gemeinsame Pressemitteilung
Boden schützen. Wälder stärken. Zukunft sichern. – Minister Jung nimmt Bodenschutzpreis von DFWR und Kalkverband Agrar entgegen
Berlin, 4. März 2026 – Der Bodenschutzpreis 2025 des Kalkverbandes Agrar im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e. V. und des Deutschen Forstwirtschaftsrates e. V. (DFWR) geht an das Bundesland Hessen. Im Rahmen eines parlamentarischen Abends in Berlin wurde der hessische Minister Ingmar Jung für das besondere Engagement des Landes im klimaresilienten Waldmanagement und bei der Umsetzung der Bodenschutzkalkung im Wald ausgezeichnet.
Der Preis würdigt Maßnahmen mit positivem Mehrwert für Praxis, Wissenschaft und gesellschaftspolitische Fragen zum Schutz des Bodens und der darauf wachsenden Pflanzen und Bäume. Viele Waldböden in Deutschland sind weiterhin durch historische Schadstoffeinträge und die Folgen des Klimawandels belastet. Die Bodenschutzkalkung trägt dazu bei, Versauerung auszugleichen, die Aktivität von Bodenorganismen zu fördern und die Vitalität der Wälder langfristig zu stabilisieren. Hessen setzt hierbei auf eine fachlich fundierte, bedarfsgerechte Umsetzung und stärkt so die Widerstandskraft seiner Wälder.
Christian Haase, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, erklärte: „Der Zustand unserer Wälder ist ein Weckruf. Wer den Waldboden vernachlässigt, gefährdet die Zukunft des Waldes. Hessen zeigt mit der konsequenten Bodenschutzkalkung, dass verantwortungsvolle Politik handelt, statt abzuwarten. Bodenschutz ist aktiver Klimaschutz – und eine Investition in die Widerstandskraft unserer Wälder, in Biodiversität, sauberes Wasser und nachhaltige Holzversorgung. Dieses Engagement setzt Maßstäbe.“
Ingmar Jung, Forstminister des Landes Hessen, sagte: „Der Bodenschutzpreis ist für uns als Land Hessen Anerkennung und Ansporn zugleich. Die Auszeichnung bestätigt den Weg, den wir in Hessen gemeinsam mit der forstlichen Praxis, unseren privaten und kommunalen Waldbesitzern, der Wissenschaft und der Verwaltung gehen: Wir verstehen den Schutz des Waldbodens als integralen Bestandteil einer nachhaltigen Forstwirtschaft und als Grundlage unseres Waldökosystems. Diesen Ansatz wollen wir künftig weiterentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Bodenschutz weiter stärken. Wir richten den Blick konsequent auf die langfristigen Wirkungen, denn die Zukunft unserer Wälder entscheidet sich nicht allein in den Baumkronen. Sie entscheidet sich auch im Boden.“ 
Rolf Werner, Vorsitzender des Kalkverbandes Agrar im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e. V., betonte: „Es ist wichtig, vor allem die Privatwaldbesitzenden mit fachlichen Informationen zu unterstützen. Zudem sind finanzielle Förderprogramme notwendig, um eine breite Umsetzung von Waldfördermaßnahmen zu erreichen. Hierzu zählt auch die Bodenschutzkalkung. Denn nur langfristig intakte Böden können mit Extremsituationen wie Starkregen umgehen und eine Grundlage für gesunde Bäume bieten. Gezielte Bodenschutzkalkungen sind essenziell, damit die Böden mindestens auf einem Vitalitätsniveau gehalten werden können.“
Einen fachlichen Impuls setzt Herr Stefan Nowack vom Landesbetrieb HessenForst aus Hessen. In seinem Vortrag mit dem Titel „Bedeutung des Bodenschutzes und der Bodenschutzkalkung in den Wäldern Heesens“ erläuterte er die Herausforderungen zur Bewirtschaftung unserer Wälder und die Aufgabenstellungen für die Zukunft. Auch die Bodenschutzkalkung ist ein wichtiger Baustein für zukunftsfähige und vitale Waldböden. Insbesondere, weil neue Stressfaktoren für die Waldökosysteme durch den Klimawandel hinzukommen. Ebenso wichtig ist es, dass die Länder die Kalkung fördern, denn alle Waldbesitzarten tragen den Generationenvertrag mit, so der Experte.

Stefan Nowack, HessenForst
Die Bodenschutzkalkung ist ein zentraler Baustein verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung. DFWR und Kalkverband Agrar sprechen sich dafür aus, die Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) kontinuierlich fortzuführen, um die Stabilität der Waldböden langfristig zu sichern.

Bitte beachten Sie das beigefügte Pressefoto zu Ihrer freien Verwendung. Bildnachweis: Siefker/DFWR (Dr. Alexander Schmithausen, Geschäftsführer Kalkverband Agrar; Rolf Werner, Vorsitzender Kalkverband Agrar; Christian Haase, Präsident DFWR; Ingmar Jung, Hessischer Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat; Martina Englhardt-Kopf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat)
Der Kalkverband Agrar ist eine selbständige Fachabteilung im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e.V. Der Kalkverband Agrar ist zuständig für alle Fragen der Kalkanwendung im Bereich der Land- und Forstwirtschaft einschließlich Futterkalk sowie Teichwirtschaft. Sie wird von den Mitgliedsfirmen getragen, die Düngekalk und Futterkalk produzieren und/oder an die Land- und Forstwirtschaft liefern.
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) ist die Stimme für rund zwei Millionen private und öffentliche Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die die Fläche von etwa 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland nachhaltig pflegen und bewirtschaften. Die Mitgliedsorganisationen des DFWR vertreten den Privat-, Staats- und Körperschaftswald, die Forstwissenschaft, die mit der Forstwirtschaft verbundenen berufsständischen Verbände und weitere mit der Erhaltung und Förderung des Waldes und der Forstwirtschaft befasste Organisationen..
Weitere Informationen zur Waldkalkung und zu aktuellen forstlichen Themen finden Sie auf www.waldkalkung.com.
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- Foto: Ingmar Jung, Hessischer Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
- Foto: Rolf Werner, Vorsitzender Kalkverband Agrar; Ingmar Jung, Hessischer Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat; Dr. Alexander Schmithausen, Geschäftsleiter Kalkverband Agrar
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