Sachsenforst: Kalk gefährdet Pilz- und Beerengenuss nicht

Pilze und Beeren können nach Aufhebung der Sperrungen von gekalkten Flächen gesammelt und nach dem Waschen genossen werden. Das teilt der Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Neustadt, anlässlich der aktuellen vierwöchigen Waldkalkungen mit.

Seit Mitte Juli 2019 fliegen über Teilen der Forstreviere Neustadt, Hohwald, und Unger wieder Hubschrauber zur Kalkausbringung. Im Forstbezirk Neustadt werden die kommunalen, privaten und staatlichen Waldgebiete zwischen Sebnitzer Wald, Lauterbach und nördlich Langburkersdorf, auf einer Fläche von insgesamt 684 Hektar (ha) mit Kalk aus gemahlenem Dolomitgestein versorgt.

Das Magnesium – Kalzium - Karbonatgemisch neutralisiert saure Einträge aus Luftschadstoffen im Boden, die das Feinwurzelsystem der Waldbäume schädigen. Die Kalkung mit einer Aufwandmenge von drei Tonnen pro Hektar (insgesamt 5.500 Tonnen Kalk) wird im Rhythmus von zehn Jahren wiederholt durchgeführt. Ziel ist eine Verbesserung des Bodenzustandes durch Abpufferung der sauren Einträge durch Luftschadstoffe und damit eine Stabilisierung des Gesundheitszustandes der Waldbestände. Gemäß der Kalkungsrichtlinie werden dabei Flächen in Naturschutzgebieten und Wälder auf empfindlichen Nassstandorten grundsätzlich ausgespart.

Die Maßnahme wird zu 100 Prozent durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen finanziert und ist für die Waldeigentümer kostenfrei.

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