Forstminister Hauk sieht Waldkalkung als Zukunftsinvestition

Um die Fruchtbarkeit der Waldböden zu erhalten und die Bäume klimastabiler zu machen, setzt das Land Baden-Württemberg die Strategie der vergangenen Jahre fort. Ein etwa 960 Hektar großer Teil des Schurwalds zwischen Göppingen und Stuttgart wird aktuell gekalkt, damit die Gesundheit des Bodens wiederhergestellt wird.

Der Forstbezirk Schurwald hat in der vergangenen Woche mit der diesjährigen Bodenschutzkalkung im Staatswalt begonnen, die je nach Witterung rund drei Wochen dauert. Ein Helikopter verteilt dabei den Kalk, der dem Wald hilft und für Mensch und Tier unbedenklich ist.
Obwohl die Laubbäume im Gegensatz zu vielen offensichtlich kranken Fichten ein anscheinend gesunde grüne Blätter tragen, stehen auch sie laut Joachim Schweizer, Revierleiter von ForstBW, unter Stress. So seien die Blätter in diesem Jahr nur sehr klein, da die Bäume unter der Trockenheit der letzten Jahre litten.

Mehrere Jahrzehnte lang eingetragener saurer Regen hat den pH-Wert der Böden sehr stark abgesenkt. Die negativen Folgen für die Nährstoffversorgung der Bäume können durch eine Bodenschutzkalkung gemindert werden, indem die Säuren neutralisiert und die Bodenstruktur stabilisiert werden.
Forstminister Peter Hauk (CDU) betrachtet die Waldschutzkalkung als Teil des Nachhaltigkeitsmanagements von ForstBW und der Landesforstverwaltung. "Bei der Kalkung geht es uns darum, die Waldböden so weit zu regenerieren, dass sie ihre ursprünglichen Funktionen wieder erfüllen können und eine stabile Grundlage für die Lebensgemeinschaft Wald bilden", so Hauk.
"Außerdem sollen damit künftige Belastungen für die Waldökosysteme, wie zum Beispiel der Klimawandel, abgepuffert werden." Laut Hauk haben Untersuchungen bewiesen, dass eine gezielte Kalkung die Stabilität der Wälder verbessert, weshalb er in dem Vorgehen eine wichtige Zukunftsinvestition sieht.

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(Quellen: Stuttgarter Nachrichten, Backnanger Kreiszeitung)