29. November 2019

 — Goldene Tanne 2019

Pressemitteilung vom 29. November 2019

Goldene Tanne 2019

Reinhold Jost erhält SDW-Waldschutz-Preis 2019

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) verlieh am 27.11.2019 in Berlin den diesjährigen Ehrenpreis für Verdienste um die Zukunftssicherung des Waldes und die Bodenschutzkalkung an Umweltminister Reinhold Jost, Saarland

Berlin, 29. November 2019.
Der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Dr. Wolfgang von Geldern, ehrte im Rahmen eines Parlamentarischen Abends am 27. November Reinhold Jost, den Umweltminister des Saarlandes, mit der 16. Goldenen Tanne. Der in Kooperation mit der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) verliehene Ehrenpreis würdigt den langjährigen Einsatz des Preisträgers für die Zukunftssicherung des Waldes und die kontinuierliche Bodenschutzkalkung im Saarland.

Von Geldern betonte vor zahlreichen Bundestagsabgeordneten und Ehrengästen die Bedeutung des Engagements von politischen Entscheidern wie Reinhold Jost für den Wald: „Gerade jetzt in der neuen Krise des Waldes in Deutschland durch extreme Trockenheit und außerordentlichen Borkenkäferbefall braucht der Wald besondere Unterstützung. Aber Waldschutz ist auch eine kontinuierliche, dauerhafte Aufgabe. Und dies wurde im waldreichen Saarland schon langjährig vorbildlich praktiziert und von Minister Jost und dem Saarforst Landesbetrieb sehr gut unterstützt.“

Jost bezeichnete den Preis als große Ehre für sein Team und ihn: „Er ist nach der Auszeichnung des NABU für unsere naturnahe Waldbewirtschaftung die zweite bedeutende Anerkennung für unser Bemühen, den Wald auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.“ Ergänzend ging er auch auf die umfassende Bedeutung des Waldes für die Bürger, für die Gesellschaft und für eine intakte Natur ein.

In einem Grußwort appellierte der Vorsitzende der Düngekalk-Hauptgemeinschaft, Peter Kratzer, an alle Anwesenden, dass bei den derzeit anstehenden großen Aufgaben im Wald die bekanntermaßen hilfreiche Bodenschutzkalkung nicht zu kurz kommen dürfe. Denn die Minderung oder Vermeidung einer zu starken Versauerung der Waldböden sei auch aktiver Wald- und Bodenschutz, der zu einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung dazu gehöre.

In einem Fachvortrag erläuterte Dr. Klaus von Wilpert (Abteilungsleiter a. D. der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg) Zusammenhänge zwischen der Versauerung der Waldböden und den aktuellen eklatanten Waldschäden. Er erklärte: „Die alten und andauernden Bodenversauerungen auf versauerungsgefährdeten Standorten bewirken häufig ein reduziertes Wurzelwachstum. Bei der Naturverjüngung wachsen die Wurzeln oft nur im Auflagehumus und kaum in den Mineralboden. Dadurch kann die Naturverjüngung bei anhaltender Trockenheit wie in 2018 und 2019 leicht vertrocknen.“ Er plädierte dafür, die Bodenschutzkalkung als notwendige Maßnahme in der Klimaschutzprävention zu berücksichtigen. Nur so könne der Wald auf den stark versauerten Standorten widerstandsfähig gegen Klimawandel und Trockenheit werden.