Waldzustandsberichte mehrerer Bundesländer bestätigen den dringenden Bedarf an gezielten Bodenschutzkalkungen

Säure-Altlasten aus der Hochzeit der Luftverschmutzung und stetige Neubelastungen von Säureeinträgen machen auf vielen Waldböden weiterhin Bodenschutzkalkungen dringend notwendig. Dies belegen und fordern auch in diesem Jahr einmal mehr die gerade veröffentlichten Waldzustandsberichte mehrerer Bundesländer. Bei bloßen Worten darf es aber nicht bleiben: Die Länder müssen Taten folgen lassen und für Bodenschutzkalkungen ausreichend Fördermittel zur Verfügung stellen.

Köln, 8. Dez. 2014.
Bislang haben sechs Bundesländer ihre Waldzustandsberichte 2014 veröffentlicht. Darin sind wichtige Informationen über die Gesundheit der Wälder und der Waldböden enthalten. Die zuständigen Behörden haben ermittelt, dass der Zustand vieler basenarmer Böden in unseren Wäldern immer noch sehr besorgniserregend ist. Zwar hat die Belastung durch Schwefeldioxid-Emissionen seit den 1990er Jahren deutlich abgenommen, doch speichern die Waldböden immer noch große Mengen an Säure-Altlasten. Anlass zu weiterer Sorge gibt zudem die Tatsache, dass weiterhin Säureeinträge stattfinden, die von basenarmen Böden nicht genügend gepuffert werden können und somit weiter zu einer Verstärkung der Bodenversauerung führen. Hinzu kommt der Basenentzug durch die forstliche Holzernte und die Nährstoffauswaschung durch Wasserversickerung. Der Waldzustandsbericht von Rheinland-Pfalz zieht auch in diesem Jahr das eindeutige Fazit:

"Daher sind zum Schutz unserer Waldökosysteme vor fortschreitender Versauerung nach wie vor weitere Anstrengungen zur Verringerung der Emissionen und eine Fortsetzung der Bodenschutzkalkungen erforderlich."

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