04.12.2015

Waldzustandsberichte 2015: Bodenversauerung bleibt ein Sorgenkind

Im November wurden die neuen Waldzustandsberichte 2015 für die Bundesländer Hessen und Sachsen-Anhalt veröffentlicht. In beiden Ländern ist demnach die Lage des Waldes stabil, die Waldböden machen aber weiterhin Sorgen. Die forstliche Versuchsanstalt setzt deshalb auch in Zukunft auf  Bodenschutzkalkungen. Trotz aller Bemühungen und Erfolge zur Reduktion der Säureeinträge in den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Böden bislang nur teilweise verbessert. Die Erholung der Böden wird unter anderem durch die Freisetzung von im Boden zwischengespeichertem Schwefel und durch einen weiterhin hohen Eintrag an Stickstoff verzögert. Nach den Ergebnissen der Bodenzustandserhebung in Hessen, so Ministerin Hinz, habe sich die Kalkung als wirksamer Schutz des Waldbodens erwiesen und soll zielgerichtet fortgeführt werden. Bis zu einer Revitalisierung und Stabilisierung der Waldböden, blieben Bodenschutzkalkungen weiterhin nötig.

Seitens der Düngekalk-Hauptgemeinschaft wird diese klare Positionierung der Ministerin begrüßt, da sie den fachlichen Erkenntnissen Rechnung trägt. Die DHG weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Bundesländer allerdings hinreichende Fördermittel bereitstellen müssten, damit spürbare Verbesserungen in den Waldböden messbar werden. Die Bundesländer könnten für die Waldkalkung wesentliche finanzielle Mittel des Bundes oder der EU in Anspruch nehmen, um die Aufwendungen des jeweiligen Landes zu entlasten.

Lesen Sie mehr zum Thema in der Pressemiteilung vom 04.12.2015.