Waldkalkungen im Landkreis Karlsruhe

Im Landkreis Karlsruhe werden von Ende August bis Mitte Oktober ausgewählte Flächen des Staats- und Kommunalwaldes gekalkt. Die Kalkungsflächen liegen im Kraichgau und im Pfinzgau. Die Maßnahmen werden mit dem Helikopter durchgeführt. 

„Nachdem der Säureeintrag durch die vom Gesetzgeber veranlasste Einführung von Filtersystemen spürbar zurückgegangen ist, erwarten wir Forstleute durch die Kalkung jetzt eine Regeneration tieferer Bodenschichten und damit eine Steigerung der Widerstandskraft der behandelten Waldbestände“ begründet der Leiter des Forstamts Dr. Bernhard Peichl die Aktion. Das Ausbringen von Naturkalk neutralisiert die in die Böden eingebrachten Luftschadstoffe, puffert die langfristige Bodenversauerung der Waldböden, erweitert die Durchwurzelungstiefe der Bäume und dient damit der Pflege stabiler Mischwälder. Daneben profitieren für die Umsetzung des Humus sowie für die Bodenbelüftung wichtige Organismen wie Regenwürmer, Pilze und Bakterien.

Die aktuelle Aktion ist der letzte Teil eines sechsjährigen Kalkungsprogramms für den rund 13.000 Hektar umfassenden Staatswald im Landkreis Karlsruhe. Das Konzept wurde auf der Grundlage von Daten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt über kalkungswürdige Flächen erarbeitet.

Vom Helikopter aus wird eine Mischung aus Kalk und Holzasche verteilt. Die Dosis entspricht 400 Gramm Kalk je Quadratmeter Waldfläche. Durch die Befeuchtung des Materials ist die Staubentwicklung gering.

(Quelle: Landratsamt Karlsruhe)