Waldbericht 2017: Bodenzustand hat sich auch dank Kalkung verbessert

Der vom Bundeskabinett beschlossene Waldbericht 2017 der Bundesregierung gibt einen Überblick über die aktuelle Situation des Waldes sowie der Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland. Dazu gehört auch eine Bilanz des Zustands der Waldböden und eine Bewertung der Erfolgspotenziale von Waldkalkungen. Der Waldbericht 2017 erkennt positive Trends im allgemeinen Zustand der Waldböden, warnt aber vor Gefahren in Waldregionen mit besonders hohen Schadstoffeinträgen aus der Vergangenheit.

Zunächst einmal sind die Schadstoffeinträge in den Waldböden Deutschlands in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich zurückgegangen. So wurde auf allen Untersuchungsflächen der niedrigste Schwefeleintrag seit Beginn der Messungen registriert. Die Erholung der Böden wird aber unter anderem durch die Freisetzung von im Boden gespeichertem Schwefel und einem weiterhin zu hohen Eintrag an Stickstoff verzögert. In einigen besonders betroffenen Regionen Deutschlands mit basenarmen Böden versauern die Immissionen weiterhin die Böden. Und die Säureeinträge der letzten 80 Jahre waren so groß, dass die Pufferwirkung vieler Böden zur Kompensation bzw. zur Neutralisierung nicht ausgereicht haben.

Die Bundesregierung unterstützt daher auch in Zukunft kommunale und private Waldbesitzer vor allem in den Regionen mit besonders geschädigten Böden im Rahmen der forstlichen Förderung bei der Bodenschutzkalkung. Die Waldkalkung hat sich bereits seit Jahrzehnten als wirksam erwiesen und soll weiterhin zielgerichtet fortgesetzt werden. Auf Seite 48 des Waldberichts 2017 heißt es: „Bis in eine Tiefe von 30 cm, zum Teil sogar darunter, weisen gekalkte Waldböden höhere pH-Werte und eine höhere Basensättigung auf als vergleichbare ungekalkte Standorte. Andererseits zeigen die Ergebnisse, dass die versauernden Stoffeinträge der Vergangenheit im Boden noch immer nachwirken, mit den aktuellen Einträgen kumulieren und Kompensationskalkungen weiterhin erforderlich sind, um die Erholung der Böden zu fördern.“

Den vollständigen Waldbericht 2017 gibt es hier zum Herunterladen.