Medizin für Sachsens Wälder

Sachsenforst investierte auch 2013 in die Gesundheit seiner Wälder. Mit Hubschraubern und Flugzeugen wurden knapp 30.000 Tonnen Magnesiumkalk zur Stabilisierung der Waldböden auf rund 9.000 Hektar Wald ausgebracht.

Am 5. Juli 2013 hatte der Geschäftsführer von Sachsenforst, Prof. Dr. Hubert Braun, im Forstbezirk Neustadt (Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge) den offiziellen Startschuss für die Bodenschutzkalkung 2013 gegeben. Knapp 30.000 Tonnen Magnesiumkalk wurden danach in den sächsischen Wäldern ausgebracht. Das waren rund drei Tonnen pro Hektar, die nun in den Mittelgebirgslagen von der Oberlausitz bis ins Vogtland zur Regeneration des Waldbodens beitragen. „Der Freistaat Sachsen investierte 2013 wieder über zwei Millionen Euro in die Bodenschutzkalkung“, sagte Braun. „Das ist die wirkungsvollste Methode, der extremen Bodenversauerung in den Wäldern entgegenzuwirken.“

Jahrzehntelange Säureeinträge aus der Luft machen die jährliche Bodenschutzkalkung nötig. Vor allem Schwefeldioxid, aber auch andere Luftschadstoffe wie Stickstoffverbindungen, haben die Bodenchemie verändert und zu einer tiefgründigen Versauerung geführt. Auch wenn heute fast kein Schwefeldioxid mehr aus der Luft eingetragen wird, wirkt die Bodenversauerung noch lange fort. Die Bodenschutzkalkung verhindert eine weitere Verschlechterung und ermöglicht die langsame Regeneration der Waldböden.

„Mit der Bodenschutzkalkung bereiten wir den Boden für den Waldumbau mit Millionen junger Buchen, Weißtannen und Edellaubbäume, denen wir günstige Startbedingungen bieten wollen“ so Braun. „Damit sichern wir den Waldumbau, unsere wichtigste Zukunftsinvestition in den sächsischen Staatswald, immerhin rund 15 Millionen Euro jährlich“.

Die Auswirkungen der jährlichen Waldkalkung - in Sachsen seit 1986 rund 360.000 ha - werden mit Hilfe forstlicher Umweltbeobachtungsgprogramme genau verfolgt. So wurden beispielsweise im vergangenen Jahr bei der Bodenzustandserhebung zahlreiche Bodenproben von gekalkten und ungekalkten Waldflächen untersucht und die Blätter der dort wachsenden Bäume auf ihre Nährstoffgehalte analysiert. „Die positiven Wirkungen der Kalkung auf den Bodenzustand und das Baumwachstum lassen sich bei mehrfach gekalkten Flächen bereits eindeutig nachweisen“ erläutert Dr. Henning Andreae, als Referatsleiter im Kompetenzzentrum für Wald und Forstwirtschaft von Sachsenforst für Bodenmonitoring und forstliche Standortserkundung zuständig. „Wir können inzwischen ziemlich genau einschätzen, welche Kalkmengen wir für eine nachhaltige Bodenverbesserung brauchen und die Kalkungsmaßnahmen für die Zukunft entsprechend planen“, so Andreae.

Das Kompetenzzentrum für Wald und Forstwirtschaft von Sachsenforst übernimmt zusammen mit den örtlichen Forstbezirken die Organisation der jährlichen Bodenschutzkalkungen.

Weitere Informationen zur Bodenschutzkalkung und zur räumlichen Verteilung in Sachsen gibt es im Internet unter www.sachsenforst.de sowie unter www.wald.sachsen.de.

(Quelle: http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/185682 )