Bodenschutzkalkung im Harz abgeschlossen

Die vor zwei Jahren begonnene Kalkung der Wälder im Harz wurde fortgesetzt. Binnen sechs Wochen wurde eine Landeswaldfläche von 2.300 Hektar gekalkt.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens sagte im Vorfeld: „Die Kalkung ist eine sinnvolle Investition in die Bestandssicherung des Waldes. Die Harzwälder sind vom ‚sauren Regen’ besonders stark betroffen. Dies belegen die Ergebnisse einer bundesweiten Bodenzustandserhebung sowie aktuelle Messdaten und Analysen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen.“

Der Naturkalk, welcher aus dem Südharz kommt, hat mit 88 Prozent einen sehr hohen Gesamtcarbonatanteil und ist ein geeignetes Naturprodukt. Je Hektar wurden drei Tonnen Naturkalk ausgebracht. Insgesamt wurde eine Kalkmenge von rund 6.900 Tonnen Naturkalk eingesetzt. Profitiert haben die Forstreviere Königshütte, Elend, Stiege und Güntersberge.

Der Kalk entfaltet seine Wirkung langsam, aber dafür sehr nachhaltig. Hierdurch ist gesichert, dass der Einfluss auf das gesamte Ökosystem „Wald“ vertretbar gering ist. Schutzgebiete sind von der Kalkung ausgenommen. Um eine optimale Verteilung im Baumbestand zu erreichen, ist die Ausbringung mit Hubschraubern die zweckmäßigste Methode. Die Kosten für die Kalkung betrugen 220 Euro pro Hektar. Die finanziellen Mittel zur Durchführung der Bodenschutzkalkungen werden im Landesforstbetrieb erwirtschaftet.

Die NW-FVA hatte die Vorbereitungsarbeiten zum Kalkungsprojekt (insbesondere die Flächenauswahl) wissenschaftlich begleitet. Wasserwirtschaftliche Interessen und Naturschutzaspekte wurden bei der Flächenauswahl berücksichtigt. Die zuständigen Behörden im Landkreis Harz wurden über die Maßnahmen informiert. Im Nachgang erfolgt eine Erfolgskontrolle der Wirksamkeit durch Boden- und Nadelanalyse.