Welcher Kalk für den Wald?

Für die Bodenschutzkalkung im Wald ist der kohlensaure Magnesiumkalk die beste Wahl.

Der aus natürlichen Lagerstätten gewonnene kohlensaure Magnesiumkalk (Naturkalk) bietet zwei wesentliche Vorteile für die Waldkalkung. Einerseits enthält er neben Calcium auch beachtliche Mengen an Magnesium, welches in vielen Waldböden im Mangel ist. Und andererseits bietet er eine gewünschte langsame, nachhaltige Löslichkeit. Dies ist deshalb für den Waldboden vorteilhaft, weil dadurch eine moderate und nachhaltige pH-Wert-Änderung einsetzt und die Bodenlebewesen sich daran anpassen können. Zudem wird die Magnesiumfreisetzung über mehrere Jahre gestreckt und bietet über etliche Jahre eine optimale Magnesiumversorgung für die Bäume und Pflanzen.

Darüber hinaus haben Bodenwissenschaftler erforscht, dass für eine optimale Basensättigung und für eine optimale Bodenstrukturbildung bestimmte Relationen der Kationen untereinander erforderlich sind. Idealerweise sollten die Austauschplätze im Boden zu ca. 85 Prozent mit Calcium, zu ca. 10 Prozent mit Magnesium, zu ca. 3 Prozent mit Kalium und weiteren Kationen belegt sein.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Wirkung ist die Mahlfeinheit des Kalkes. Hier gilt: Je feiner der Kalk vermahlen ist, desto besser ist seine Wirkung im Boden. Das Düngemittelgesetz fordert eine Mindestmahlfeinheit für kohlensauren Magnesiumkalk von 97 Prozent kleiner drei Millimeter und 70 Prozent kleiner ein Millimeter. Häufig sind die Anforderungen bei den Ausschreibungen deutlich höher. In Baden-Würtember zum Beispiel soll der Anteil der Feinfraktion (Korndurchmesser < 0,1 mm) über 90 % betragen.